Corona hat es uns gezeigt: So gern wir die Community in unserer Box haben, so gern wir unser Gym von innen sehen: Es gibt Momente, an denen einfach nichts mehr geht. Egal ob die Box Ferien macht, im Urlaub nur ein Laufband im Hotelgym zur Verfügung steht oder einfach ein schnelles Workout zuhause fällig ist, weil für mehr die Zeit nicht reicht: Es müssen schnelle, effektive Lösungen her, um dennoch eine gehörige Portion Muskelkater auszulösen. Doch wie genau sollst du Reize setzen, ohne Unmengen an Pushups und Squats im AMRAP abzureißen? Cardio ist schließlich nicht alles, ein gewisses Brennen am Ende der Einheit gehört einfach dazu, und das nicht nur in der Lunge.


Doch seit den Intervallen an Lockdowns haben Resistance Bands in die meisten Homegyms und Garagentempel Einzug gehalten. Bringen Widerstandsbänder wirklich Punkte auf der sportlichen Agenda oder sind sie nur ein Gadget ohne wirkliche Daseinsberechtigung? Wir liefern die Antwort für dich!

Woher kommen die Gummibänder für Sportler?

Widerstandsbänder sind, auch wenn sie erst seit einigen Jahren in unseren Fokus gerückt sind, bei weitem nicht so neu wie man glaubt. Der erste, nennenswerte öffentliche Fitnessboom in den 1980ern und 1990ern hat sie hervorgebracht. Damals wie heute hatten sie vor allem zwei Einsatzbereiche, die bekannt sind: Rehatraining über Kurprogramme, Post-OP Treatments und Physiotherapien sowie Homegyms. Die Homegym-Programme wurden dabei vor allem durch einen Namen angetrieben, den die Älteren unter uns noch kennen: Jane Fonda galt in den Achtzigern als die Aerobic-Königin, mit ihrem gefilmten Mitmachworkout erreichte sie Abertausende. Dabei kamen Schwingstäbe, Bootybands und Co zum Einsatz, der Trend war geboren.

Trainieren mit Resistance Bands: Mehr Widerstand=Mehr Kraft?

Resistance Bands heutzutage:

Ähnlich wie damals spielen Medien in der Verbreitung von Widerstandsbändern eine riesige Rolle. Instagram, Youtube etc. heizen durch Influencer den globalen Drang nach mehr (funktionaler) Fitness an. Durch die geringen Kosten und das einfache Konzept der Bänder sind sie für jeden gemacht. Die Frage ist dabei nur, wie effektiv man sie tatsächlich einsetzt. Sie sind nämlich nicht, wie landläufig angenommen, nur für leichtes Training geeignet. Sie bringen Muskeln mehr auf Zack als du vielleicht hoffst. So viel können wir versprechen!

Widerstandsbänder im Warmup:

Am Anfang steht die Erwärmung. So ist es, so war es, so muss es sein. Andernfalls riskieren wir Verletzungen, brauchen länger, um in die einzelnen Movements hineinzufinden und sind nicht fokussiert genug, um Lasten zu bewegen. Hast du schon einmal versucht, ohne vorherige Erwärmung Snatches auszuführen? Wir nicht, und das aus gutem Grund!

Für das Workout warm machen? Leicht gemacht!

Um dich warm zu machen und für die Dauer des Workouts warm zu bleiben sind Widerstandsbänder das ideale Tool. Je nach Stärke der Bänder, die entweder aus Vollgummi oder wie im Fall von Picsil aus Latex und/ oder vernähtem, elastischen Stoff gemacht sind, helfen sie dir weiter. Leichte Bänder sorgen für kognitive Stimulation. Einfach formuliert heißt das, dass der entstehende Zug und Druck Signale zur Aktivierung der jeweiligen Muskelpartien an das Hirn abgibt. Führst du beispielsweise Squats mit leichtem Stimulus an Hüfte oder Knien aus, verbessert sich wahrscheinlich deine Haltung, deine Knie zeigen mehr nach außen und du kannst dich einfacher auf die Beine konzentrieren.

Trainieren mit Resistance Bands: Mehr Widerstand=Mehr Kraft?

Mehr Muskelreize durch Resistance Bands

Wir haben dir eben schon etwas über die verschiedenen Widerstände erzählt. Diese entstehen durch die unterschiedliche Materialstärke, die bei den Resistance Bands angewandt wird. Hinzu kommt die unterschiedliche Elastizität. Je nachdem, wie stretchy, wie dehnbar sie sind, ändert sich auch die Kraft, die dein Körper zur Bewegung braucht. Suchst du dir ein schweres Band, machst du es dir auch schwerer.

Gleiche Übung, anderer Trainingsreiz:

Egal ob simuliertes Rudern, indem du in das Band steigst und ziehst oder erschwerte Kniebeuge: Viele der Grundübungen, die du mit einer Barbell ausführst, können leicht abgewandelt auch mit Resistance Bands ausgeführt werden. Der Vorteil dabei ist, dass die Kraft, die du brauchst, sich im Laufe des Zugweges intensivierst. So kannst du nach Ende des Kraftparts deinem Körper noch einmal den Rest geben. Ist die Übung voll ausgeführt, ist das Band automatisch voll auf Spannung und löst am meisten aus.

Trainieren mit Resistance Bands: Mehr Widerstand=Mehr Kraft?

Kostenpunkte für dein Homegym

Abgesehen davon, dass Widerstandsbänder wie die der Firma Picsil, die du im Wodstore bekommst in jede Reistetasche passen und in jeder Gymbag keinen Platz wegnehmen, sind sie mehr als erschwinglich. Bei uns im Wodstore bekommst du die Resistance Bands aus Stoff und Latex für unter 20 Euro pro Stück. Damit hast du, egal ob Trainingsanfänger oder erfahrener Boxgänger, ein Tool bei dir, was egal wo, egal wann nützlich wird.

Trainieren mit Resistance Bands: Mehr Widerstand=Mehr Kraft?

Wo liegen deine sportlichen Ziele?

Du möchtest dir die Rotatorenmanschette aufwärmen oder deine Overhead Mobility verbessern? Du willst mehr Arbeit in einer Übung verrichten, die dir als Bodyweight Movement im Zirkel viel zu leicht ist? Bevor du dich mit unheimlich teurem Equipment eindeckst, kannst du auch erst einmal mit Widerstandsbändern kreativ werden. Selbst wenn sie nicht vor und in jedem Workout zum Einsatz kommen, weil es sich nicht immer anbietet- Mit Bändern bist du besser dran als ohne!

Wie sieht es in deinem Homegym oder in deiner Box aus? Nutzt du Resistance Bands, um dich warm zu machen und neue Bewegungsmuster zu testen? Oder liegen sie im Schrank und es wird höchste Zeit, sie nach dem Lockdown wieder einmal anzuwenden? Schreib es uns als Kommentar!

Trainieren mit Resistance Bands: Mehr Widerstand=Mehr Kraft?
Oktober 04, 2021 — Hannes Beyer
Stichworte: Recovery Training Warmup

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