Erinnere dich zurück an deine Vergangenheit. Damals, in einem Fitnessstudio voller Schweiß, Chalk und schlecht gepegelten Boxen hast du deine ersten Babysteps in Richtung Fitness unternommen. Alles war neu, wenn du Glück hattest aber auch aufregend. Was zudem aber neu war, war die Gesamtheit an Tools, die dir auf einmal an jedem Rack und an jeder Pull-Up-Bar entgegenkam. Wofür braucht man so eine Wagenladung an Hilfsmitteln? Am Ende geht es doch nur um Kraft, oder? Ja und nein! Während du Riechsalz nicht benutzen solltest, sobald du eine Kettlebell vom Boden aufheben kannst gibt es andere Gimmicks, die schon bei Anfängern weiterhelfen. Eins davon ist der ominöse Gewichthebergrütel. Was bringt er wirklich? Wird die Bauchmuskulatur dadurch nicht massiv geschwächt? Werde ich mit oder ohne Gürtel schneller stark? Du hast Fragen, der Blog des wodstores hat Antworten!

Gewichthebergürtel-Wofür überhaupt?

Betrachten wir, um dir den Gürtel schnell verständlich zu machen, zunächst einmal Form und Funktion des Ganzen. Der Gürtel ist breit gefasst, entweder aus Leder, oder aus Mesh-Stoff hergestellt. Das Material beeinflusst in geringem Maße auch das Maß an Halt, was vom Gewichthebergürtel selbst auf dich übertragen wird. Er wird (in vielen Fällen) relativ hoch getragen, schlingt sich also um deine Bauchregion und schließt unter den Rippen ab. Somit hält er deinen Core fest im Griff und bildet eine Art Panzerschicht, auf die du dich verlassen kannst, wenn es mal schwer wird.

Warum trägt man einen Gewichthebergürtel

Korsage in klein:

Der Gewichthebergürtel ist, auch wenn er in Sportarten wie der funktionellen Fitness, dem Kraftdreikampf oder dem olympischen Gewichtheben schon längst zum eisernen Inventar gehört, durch etwas anderes begründet: Das Korsett bzw. die Korsage sind schon viel länger in der Menschheitsgeschichte bekannt, verfolgen aber ähnliche Zwecke: Ein Gewichthebergürtel ist ähnlich dem Gedanken eines passiven Korsetts. Hiermit wird die Beckenregion stabilisiert und der Rumpf durch den festgezurrten Gürtelteil festgehalten. Was im Fall des Sports daraus folgt ist mehr Stabilität, bei guter Ansteuerung mehr Kraft im Lift und eine bessere Aufrichtung, während du an der Hantel bist.

Warum trägt man einen Gewichthebergürtel

Wann das erste Mal einen Gewichthebergürtel einsetzen?

Nun wenden wir uns der Frage aller Fragen zu: Kompression, intraabdominale Spannung erhöhen, mehr Kraft durch Hilfe. Das ist alles schön und gut. Doch wann solltest du beginnen, Gürtel wie den von Picsil aus unserem Shop zu nutzen?

Wichtig zu wissen:

Eins vorab: Wir wollen dich nicht zu früh an Hilfsmittel heranführen. Stützmuskulatur ist wichtig, nicht nur im Sport, sondern auch im Alltag. Schließlich machen wir nicht nur Sport, um gut auszusehen, sondern dass auch Fitness zum Übertrag des Lebens wird. Also zählt Eins zuerst: Ausführung, Ausführung, Ausführung! Grundübungen und Hilfsmovements helfen dir, um dich insgesamt breiter im WOD aufstellen zu können. Kniebeugen oder Deadlifts, die eigentlich prädestiniert für einen Gewichthebergürtel sind, machen mit leichtem Gewicht und freier Ausführung auch Sinn, um überhaupt erstmal mit Sport zu starten.

Warum trägt man einen Gewichthebergürtel

Irgendwann reicht es aber auch

Wenn du allerdings in deinem Trainingsplan stagnierst und einige Zeit nicht weiterkommst, die Grundübungen gemeistert und an deiner Technik gefeilt hast, dann ist es Zeit für ein Upgrade durch Gürtel wie den von PicSil. Er kann keine Muskulatur ersetzen, wohl aber für mehr Spannung und Ausdauer sorgen. Insgesamt bewegst du also so mehr Gewicht oder setzt mehr Reize. Heruntergebrochen ist dieser Aspekt auch das Einmaleins des Muskelaufbaus: Stärke des Reizes mal Länge des Reizes. Wenn du also bei einem Gürteltest herausfindest, dass du entweder mehr Gewicht mit der gleichen Zahl an Wiederholungen bewegen kannst oder mehr Wiederholungen mit gleichem Gewicht abreißt: Just go for it! Du kennst deinen Körper am besten. Hör auf ihn, überlaste ihn nicht, aber bleib auch nicht unter deinen Möglichkeiten, wenn du sie durch ein einfaches Tool wie Gewichthebergürtel besser ausreizen kannst.

Pro-Tipp: Unterschiede in Positionierung des Gewichthebergürtels

Muss der Gürtel immer um den Bauchraum sitzen? Diese Gewissensfrage stellst du dir vielleicht nach dem Lesen dieses Blogtexts, Doch auch hier können wir dich beruhigen: Nein, auf keinen Fall! Zwar macht es bei Grundübungen wie Squats und Kreuzheben weitaus mehr Sinn, den Rumpf stabil zu halten, um Ausweichbewegungen zu verhindern. Doch in anderen Bereichen der Fitness muss der Gewichthebergürtel für den gewünschten Erfolg sogar anders sitzen. Im Long Cycle des Kettlebellsports wird der Strip des Gürtels sogar schon fast auf der Hüfte angebracht. Warum? Weil du dich in der Push-Bewegung und beim Auffangen der Kettlebells leicht zurücklehnst. Somit werden die unteren Lendenwirbel mehr belastet, parallel wird der Gürtel aber auch als Hilfsmitttel zur Ablage der Ellenbogen genutzt. Presst du die Ellenbogen in der Rack Position nämlich eng an die untere Körpermitte, sparst du Kraft. Somit holst du mehr Wiederholungen aus deinem Durchgang. Rauschen dir die Kettlebells nämlich einmal aus der Hand, ist dein Durchgang beendet. Denk also immer daran: Zielorientiert trainieren heißt auch, den Gewichthebergürtel zielgerichtet anzubringen.

Wie sieht es bei dir aus? Nutzt du Gewichthebergürtel wie den von PicSil und wenn ja; Gehörst du eher zu Team Leder oder Team Mesh-Stoff? Schreib uns gern einen Kommentar dazu!

Warum trägt man einen Gewichthebergürtel
Warum trägt man einen Gewichthebergürtel
Warum trägt man einen Gewichthebergürtel
Oktober 04, 2021 — Hannes Beyer

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen