Take your grips and don’t rip

Take your grips and don’t rip

„Du hast ja krasse Hände! Die sind ja gar nicht mehr weich.“ Ja, richtig erkannt. Sobald du deinen Fuß in ein Functional Gym gesetzt hast und regelmäßig Work-Outs ballerst, war es das erstmal mit den zarten Händen.

Aufgerissene Hände vermeiden

Wir machen Pull Ups, Toes To Bar, Bar Muscle Ups, Langhantel Work-Outs und das alles strapaziert vor allem die Hände. Unsere größte Angst – zumindest meine, haha – ist, dass ich mir die Hände aufreiße. Wenn das passiert ist erstmal Ende im Gelände. Durch die Reibung von Schweiß, Magnesium und der Klimmzugstange passiert es schnell, dass Blasen an den Händen entstehen. Wenn diese aufreißen ist das mit unendlich vielen Schmerzen und etwas Blut verbunden. Ergo, sehr unangenehm.

Vor allem das Benchmark Work-Out „Cindy“ (20min AMRAP 5 Pull ups, 10 Push Pps, 15 Squats) ist bekannt für offene Hände. Das nervige an den offenen Händen ist nicht der Schmerz währenddessen, sondern, dass die nächsten Trainingseinheiten angepasst werden müssen und man viele Schmerzen ertragen muss. Haare pflegen, Hände waschen, schreiben, tippen - dein ganzer Alltag wird sehr unbequem.

Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, was mein erstes Work-Out war, bei welchem meine Hände aufgerissen sind, aber ich glaube, es war ein Open Work-Out. Früher sind mir meine Hände fast wöchentlich aufgerissen, weil ich von Handschutz keine Ahnung hatte. Und ich sie auch nicht richtig gepflegt habe. Damit Dir das Elend erspart bleibt – hier mein Blogartikel über meine Erfahrung im Universum der Grips.

Picsil Falcon Grips Erfahrung Test Wodstore

Viele Grips getestet

Es gibt sehr viele Hersteller von sogenannten „Gymnastic Grips“. Meine Anfänge waren natürlich bei Amazon. Dort habe ich mir relativ günstig ein Paar geholt. Diese günstigen Grips haben nicht lange überlebt, aber irgendwie war ich dann doch zu geizig mehr Geld für gute zu investieren. Hätte ich mir die 15 günstigen Paare gespart, wäre es auch drin gewesen ich mir einmal hochwertigere Grips leisten können. Meiner Erfahrung nach, sind die günstigen nämlich nicht robust und stabil genug für Functional Fitness. Meine nächsten Grips waren dann natürlich die „Jaw Grips“. Diese sind ganz gut für Langhantel Work-Outs aber für die Gymnastic Movements – meiner Meinung nach – viel zu dünn und bieten keinen ordentlichen Schutz. Next one.

Es folgten also die „Bear KompleX“. Mit diesen war ich auch nicht zufrieden. Der Schaumstoff an der Innenseite vom Handgelenk war bei dem damaligen Modell sehr nervig. Wenn ich also zum Beispiel an der Klimmzugstange gehangen bin und Bar Muscle Ups gemacht habe, fühlte sich der Schaumstoff zwischen dem Handgelenk und der Handfläche sehr rutschig  an und ich verlor den Hand an der Stange. Das finde ich eher schlecht, denn ich will mich beim Work-Out komplett auf die Movements konzentrieren können.

Dann griff ich zu den „Victory Grips X2“. Viel Geld und „WOW!“. Das sind schon wirklich gute Handschützer. Das Material ist super – für raue und auch pulverbeschichtete Stangen und auch die Verarbeitung um das Handgelenk ist super angenehm. Ich habe die fingerlose Variante gewählt. Das ist cool, wenn du die Grips auch bei der Langhantel anwenden willst. Für meinen Geschmack war das Material jedoch zu dünn. Das war dann auch wieder nix. Also weiter ging die Suche.

Hello My Love

Und dann habe ich sie gefunden: Picsil Falcon Grips (3 Finger) – Oh,… Hello My Love!

Warum finde ich diese Grips so gut?

Die Grips haben ein weiches, aber dennoch robustes Material um das Handgelenk herum. Es schneidet nicht ein und bei viel Schweiß werden sie auch nicht rutschig.
Das Material gibt auch bei pulverbeschichteten Klimmzugstangen einen optimalen Halt. Das ist wichtig, denn oft sind die Stangen bei Wettkämpfen neu und dadurch sehr glatt und bieten wenig Halt. Auch bei rauen Stangen (approved by Bens Gym) geben die Grips einen grandiosen Halt.
Die Grips haben einen Klettverschluss und lassen sich schnell umdrehen. Da verlierst du also keine Sekunde, wenn du von den Toes To Bar zum Handstand Walk gehst...

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Ich persönlich bevorzuge die 3-Loch Variante. Mir sind die 2-Loch Grips etwas zu schmal.

Ich chalke meine Grips ein, werfe sie um die Stange und ab geht es! Die Lebensdauer der Grips kommt ganz auf die Häufigkeit der Anwendung an. Aber im Grunde halten die schon ein paar Monate, wenn du sie so häufig benutzt wie ich. Und somit halten die also viel, viel länger als die anderen Vergleichsprodukte, die ich ausprobiert habe. Und das Beste: deine Hände bleiben ganz und das ist das Wichtigste.

Achja: Wie greifst du eigentlich um die Klimmzugstange?

Viele greifen im sogenannten Suicide Grip um die Stange. Der Name ist hier Programm. Das bedeutet der Daumen greift nicht um die Stange, sondern liegt wie die restlichen Finger auf der Stange. Die Gefahr ist hier, dass man von der Stange herunterfällt und das will wirklich keiner. Richtig wäre also der Monkey Grip. Dies ist nicht nur sicherer, sondern ermöglicht es dir auch deinen Latissimus anzuspannen. Und diesen großen Muskel brauchen wir definitiv. Außerdem greifst du ja auch nicht nur mit den Fingern um die Kettlebell, oder? Auch hier umschließt der Daumen die Kettlebell. Think about it and give it a try!

Ja, ich weiß, die Games Athleten machen das auch nicht. Warum? Coach Birdy (von The Gymnastic Course) hat mir diese Frage folgend beantwortet: „Der Sport ist noch so jung, sie wissen es nicht besser und/oder wollen nach so langer Zeit nicht umstellen.“

So, das war‘s dann von meiner Seite.

Eure Kaddl

 

 


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