Wenn du einmal vom Iron Bug gebissen wurdest, lässt er dich nicht mehr los. Du bist infiziert, deine Muskeln schreien von nun an nach regelmäßiger Belastung. Bist du einmal ein paar Tage oder sogar Wochen nicht im Training, fehlt schlichtweg etwas zu deinem Glück. Und wie jedes Jahr blickst du auf das hinter dir liegende Jahr zurück und lässt Revue passieren, was für ein Sportler, was für ein Mensch du in diesen 365 Tagen geworden bist. Daraus ergeben sich wiederum neue Ziele, die im Jahr 2022 in Angriff genommen werden wollen. Doch was willst du erreichen? Willst du dein Trainingsjournal noch akribischer führen? Willst du endlich sicher mehr als 50 Kilo überkopf bringen? Oder ist dir alles egal, solange du den Spaß an der Sache nicht verlierst? Je nachdem wie du tickst, ist deine Zielsetzung vielleicht völlig verschieden zu denen deiner Gym-Buddies. Wir als der wodstore möchten dich in das neue Jahr begleiten und dir einige Dinge an die Hand geben, an denen du dich entlang hangeln kannst, sei es Fitness-Etikette oder Mindset!

Aspekt Nummer 1: Keine Angst vor dem Januar!

Der Januar ist bei Fitnessbegeisterten auf der ganzen Welt ein eher verschriener Monat und treibt schon ab Ende November Angst und Schrecken hervor. Warum? Weil pure Heerscharen an „Neusportlern“ die gesamte Kette an Global-Gyms überfluten und jeden einzelnen von uns in unserer wohl gehegten Routine stören. Schließlich kommen lauter neue Leute zu uns, die unter Umständen nicht wissen, was sie mit Barbell, Kettlebell und co anstellen sollen. Dass das für Stress sorgt, ist ganz verständlich. Wahrscheinlich schwankst du regelmäßig zwischen Belustigung, Hilfsbereitschaft und mentaler Abschottung. Doch hierzu möchten wir zwei Dinge sagen:

Menschlich bleiben ist die Devise!

Erstens: Der Spuk ist bald vorbei. Schon wenige Wochen später trennt sich die Spreu vom Weizen und nur die mit ernsthaftem Biss bleiben dir beim Sport erhalten.
Zweitens: Selbst wenn „Neulinge“ eventuell nervig sind und/oder absolut keine Ahnung haben, was sie tun: Wir alle waren einmal in dieser Position, wohlmöglich sogar auch zum Beginn eines neuen Jahres. Du solltest also toleranter sein, als es dir Kopf und Herz im ersten Moment vermitteln. Sollte es sich anbieten, sei weltoffen und hilfsbereit, mehr kann man von dir nicht verlangen. Was dir aber immer im Kopf bleiben sollte ist: Jeder von uns geht seinen Weg und arbeitet sich an der Hantel ab. Unter den Gewichten sind wir alle gleich, ganz egal, wann wir mit functional fitness, Bodybuilding oder Powerlifting begonnen haben.


Aspekt Nummer 2: Du sollst nicht zu viel wollen

Das neue Jahr kann tückisch sein. An allen Ecken und Enden wirst du konfrontiert mit Aspekten der Selbstverbesserung, mit gesünderen Habits und Abnehmideen. Dass daraus ein gewisser Druck entsteht, ist ganz klar. Doch auch hier gelten zwei Dinge, an die du dich halten solltest: Das Leben der Anderen ist nicht dein Leben. Somit kannst du dir nicht in vollem Umfang alles annehmen, was andere Menschen leisten. Ihr Tagesablauf ist unterschiedlich im Vergleich zu deinem, ihre Verpflichtungen sind vermutlich völlig different zu deinen aufgestellt. Deswegen solltest du dich lediglich inspirieren und anspornen lassen, nicht aber versuchen zu kopieren.

Tief durchatmen, Athlet!

Der zweite Gedanke hierbei ist noch viel wichtiger: Du bestimmst dein Tempo. Wenn du Neujahrsvorsätze wie eine Abnehmchallenge planst, machen dir Zeitplan und Stoffwechsel gleichzeitig einen Strich durch die Rechnung, wenn du eine zu hohe Pace ansetzt. Auch bei hehren Zielen läuft nicht alles nach Plan. Wichtig ist, dass du dich nicht entmutigen lässt!

Aspekt Nummer 3: Stell dich auf Fehler ein

Jedes Jahr konfrontiert dich mit neuen Umwürfen. Wie schon im oberen Aspekt erläutert, solltest du dich nicht überschätzen. Dazu gehört aus unserer Sicht aber auch, dich und deine Fehler zu kennen. Neujahrsvorsätze als Sportler sind zwar oft konkret, können dich aber auch vor Hürden stellen. Ähnlich wie bei einem PR ist es dann ganz normal, dass du zu Beginn scheiterst. Diesen Gedanken solltest du gleich zum Start des Jahres ähnlich manifestieren wie deine Ziele selbst. Es ist nicht schlimm, wenn du scheiterst. Du enttäuscht niemanden, wenn etwas nicht klappt. Dafür begeisterst du dein Umfeld umso mehr, wenn du den wochenlangen Kampf um ein paar Kilo mehr in der Beuge, weniger auf der Waage oder mit mehr Selbstbewusstsein nach außen vor deine Liebsten trittst. Dein Weg und dein Ziel sind miteinander verwoben. Achte auf beides!


Aspekt Nummer 4: Bleib stringent!

„Ein neues Selbst ist kein Sprint, sondern ein Marathon!“
Betrachte dir einmal Athleten auf der ganzen Welt. Was vereint fast alle von ihnen? Der Wille, Tag für Tag mit Vollgas gegen das Spiegelbild und gegen Mauern anzulaufen. Die wenigsten von uns werden als reines Naturtalent geboren, noch weniger davon als wahres Multitalent. Der Rest, sprich so ziemlich jeder normale Mensch, muss für das was er will arbeiten. Das geht nur, indem jeder Tag einen Schritt mehr in die gewollte Richtung formt. Wenn also auch du zu denjenigen gehörst, die ihren Weekend Warrior neu entdecken wollen und im Januar ins Gymleben starten: Go for it! Wir stehen hinter dir! Doch ein Versprechen müssen wir dir schon jetzt abringen: Lass es nicht beim Januar beenden, sondern behalte deine Ziele immer fest im Blick. Das nächste Jahr kann dir gehören, solange du gleichzeitig zielstrebig und gnädig dir selbst und anderen gegenüber bleibst!


Dezember 31, 2021 — Hannes Beyer

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