Würdest du von dir selbst sagen, dass du sportlich bist? Kannst du mehr als 20 Liegestütze am Stück ausführen, ohne dass die Muskeln brennen und die Lunge einen Streik einleitet? Gelingen dir mehr als 6-8 strikte Pull Ups, ohne dass dein Griff für den Rest des Tages dem eines nassen Toasts gleicht? Sind Air Squats eher etwas, was dir das Blut im Hirn hin und her schleudert, aber lange keine Challenge mehr? Dann ist es Zeit, etwas an deinem Trainingsplan zu ändern! Aber wie? Viele Übungen mit dem eigenen Körpergewicht können zwar durch eine komplexere Ausführung skaliert werden, doch Manches lassen auch schwer beeinflussbare Faktoren wie Mobility und Körperbau nicht zu. Die Lösung liegt laut unserer Meinung in der Anschaffung einer Gewichtsweste.

Doch wie muss eine Weight Vest sitzen, damit sie die richtige ist? Welches Gewicht eignet sich und wie schnell sollte man noch an Schwierigkeit zulegen. Wir hoffen, mit diesem Artikel des wodmagazins können wir dir weiterhelfen und dein Training gemeinsam mit dir auf das nächste Level bringen!

Gewichtsweste im Test wodstore

Woher stammt die Idee des Zusatzgewichts?

Functional Fitness hat nur wenige Grundsätze, die sich durch das gesamte Konzept durchziehen. Du absolvierst schwere Übungen, egal ob im Maximalkraft-, Kraftausdauer- oder Ausdauerbereich. Diese variierst du und machst dir verschiedene Belastungsformen zunutze. Kurzum: Dein Körper stellt sich so oft wie möglich neuen Disziplinen und neuen Reizen, um ganzheitlich fitter und sportlicher zu werden. Dabei können bekannte Tools wie eine Barbell ebenso genutzt werden wie ein Sandsack, ein LKW-Reifen oder ein einfaches Seil, was du mehrmals erklimmen sollst. „Making the most out of what you have“, so könnte die Basis des Fitnessgedankens lauten. Vermutlich stammt auch aus diesem adaptiven Konzept der Drang, alles zu nutzen was verwendbar ist.

Gewichtsweste im Test wodstore

Wie die Qual ihren Lauf nahm:

Die Gewichtsweste selbst könnte aus zwei Richtungen heraus entstanden sein. Die weniger wahrscheinliche Version ist, dass einfach ein eng anliegender, „schwerer Rucksack“ gesucht wurde. Viel eher denkbar ist, dass Gewichtswesten die zivile Version von Plate Carriern sind und dementsprechend auch in Sportarten Einzug gehalten haben. Durch Marken wie 5.11, die in den USA als Ausstatter für Militär und Functional Fitness gleichermaßen auftreten, ist taktisches Equipment nicht mehr wegzudenken. Die Gewichte sind dabei genormt und können im wodstore in den Umfängen von 5.2 und 8 Kilo erworben werden. Alternativ bietet auch Picsil Plate Carrier an, die in noch kleineren Schritten bestückbar sind. So kannst du das Zusatzgewicht einfach in dem Maß skalieren, was dir am Ehesten zupasskommt.

Gewichtsweste im Test wodstore

Welche Benefits bringt eine Weight Vest?

Auch wenn die Entstehungsgeschichte für dich vielleicht spannend ist: Eigentlich ließt du dir diesen Blog durch, um herauszufinden, wie dein Training durch eine Gewichtsweste verbessert werden kann. Die Vorteile kann man in vier Punkte gliedern: Kraft, Kondition, Haltung und Stützmuskulatur.

Gewichtsweste im Test wodstore

Der Punkt der Kraft ist im Handumdrehen erklärt: Erhöhst du das Gewicht, was dein Körper bei Squats, Liegestützen und Co bewegen muss, steigerst du mit hoher Wahrscheinlichkeit den Muskelreiz. Mehr Muskelreiz heißt auf Dauer, dass der Muskel unter genug Regeneration und Stimulation im Wechsel wächst. Ebenso ist es mit der Kondition: Führst du eine gleiche Belastung mit Zeitpunkt X länger aus als vorher, dann entwickelst du mehr Kapazität im Bereich der Cardio. Die Folge: Du bildest weniger Laktat, was dir länger das Gefühl erspart, dass „die Muskeln blockieren“. Somit kannst du mehr Arbeit am Stück verrichten und wirst leistungsfähiger.

Haltung und Stützmuskulatur kann man in Einem zusammenfassen, auch wenn sie durch unterschiedliche Dinge verbessert werden. Zuerst einmal sei erwähnt, dass eine Gewichtsweste keine Fehler verzeiht. Das heißt nicht, dass Anfänger wie du vielleicht einer bist sie nicht auch für sich nutzen können. Viel eher heißt es, dass durch eine Weight Vest Learnings entstehen, die du mit deinem Körpergewicht allein nicht gewinnst. Passt die Handposition im Klimmzug nicht, zieht das Zusatzgewicht noch mehr an dir und die Hand verrutscht, Liegt dein Schwerpunkt in der Kniebeuge falsch, dann rutscht du aus dem Gleichgewicht, mit Weste viel eher als ohne. Somit hast du einen schweren, nervigen Coach auf den Schultern, der dich gnadenlos auf deine Fehler hinweist. Gute Haltung durch Programmierung mit Gewicht.

Durch eine gute Haltung und ein höheres Gewicht als das deines Körpers entwickelt sich auch Stützmuskulatur, die dich wiederum eigenständig gerade zieht. Hier entwickeln sich also eine Unmenge von Vorteilen.

Die Haltung entsteht durch Passform:

Die Weste muss sitzen, wie auch die Weste eines Dreiteilers. Sie liegt eng an der Taille, stabil auf den Schultern und engt nicht an den Armen ein. So bleibt dein Blutfluss aufrecht und du leistungsfähig. Wird nach ein paar Trageminuten Druck auf den Nacken ausgeübt, dann solltest du die Tragegurte verstellen.

Generell gilt: Eng anliegen? Unbedingt! Beweglich bleiben? Ohne Zweifel! Verrutschen während des Workouts? Bitte eher vermeiden!

https://wodstore.de/products/5-11-gewichtsweste-tactical-tactec-plattentrager

Wir fassen zusammen:

Eine Gewichtsweste hilft dir, dich in anderen Übungen zu verbessern. Sie dient als eine Art Zubringer für alle Elemente der Fitness. Sie sollte sich an den Körper anlegen und nicht überflüssig wirken. Willst du deine Kraft steigern, nutzt du mehr Gewicht. Sollen Kondition und Haltung ein Upgrade erfahren, dann helfen kleinere Weights. Durch die Plates in den Westen von 5.11 und Picsil kannst du ganz individuell für dich dosieren, welcher Reiz der für dich passende ist.

Nutzt du Weight Vests im Training oder reicht dir dein Körper völlig aus? Zu welchem Team gehörst du?

Gewichtsweste im Test wodstore
Gewichtsweste im Test wodstore
Oktober 25, 2021 — Hannes Beyer
Stichworte: Kondition Training Warmup

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen